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    feiern statt rei(h)ern - Alkoholprävention im Karneval

    Lachen, Fröhlichkeit und kunstvolle Verkleidungen sind die wesentlichsten Merkmale der Karnevalszeit. In der allgemeinen Ausgelassenheit der Karnevalszeit spielt der Alkoholkonsum nicht selten eine bedeutende Rolle. Unfälle, Alkoholvergiftungen oder körperliche Auseinandersetzungen treten als negative Begleiterscheinungen treten gerade im Straßenkarneval leider gehäuft auf.
    Generell hat sich der Alkokonsum bei Jugendlichen wieder deutlich gesteigert. Insgesamt 22% der 12-17-jährigen trinken wöchentlich Alkohol, wobei Jungen mit 27% deutlich häufiger trinken als Mädchen mit 16%.
    Besonders bedenklich ist hierbei die Zunahme beim Spirituosenkonsum einerseits und bei den riskanten Konsumformen andererseits. Insgesamt 21% haben der Jugendlichen einmal im Monat Spirituosen konsumiert, obwohl erst ab 18 Jahren eine Altersfreigabe gegeben ist.
    Das sogenannte „Binge Drinking“, der Konsum von 5 alkoholischen Getränken an mindestens einem Tag im letzten Monat, liegt bei imposanten 63% der 16/17-jährigen Jungen.

    Der Arbeitskreis Suchtvorbeugung der kommunalen Gesundheitskonferenz in Mülheim an der Ruhr führt wie in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit anderen Partnern in dieser Zeit unterschiedliche Aktionen unter dem Motto „Feiern statt Reihern“ durch.

    Ziel der Aktionstage ist es, Jugendliche über Folgen des Alkoholkonsums zu informieren, zum Thema sensibilisieren und möglicherweise ur Reduzierung des Alkoholmißbrauchs beizutragen.
    Die Aktionstage 2010 stehen unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeisterin der Stadt Mülheim an der Ruhr, Dagmar Mühlenfeld.

    Aktionen:
    • Die Polizei bietet speziell für junge Fahranfänger Unterrichtseinheiten in einer Mischung aus Theorie und Praxis zum Thema Straßenverkehr an. Das Angebot wird an verschiedenen Schulen vor und nach den Karnevalstagen stattfinden.
    • Speziell für Jungen wird das Planspiel “blueboys“ zum Thema Alkohol im Jugendzentrum Nordstraße durchgeführt.
    • In den Räumen des Medienzentrums finden unterschiedliche Aktionen statt. Neben jugendspezifischer Lesung und pädagogisch begleiteter Filmbetrachtung werden u. a. Informations- und Quizangebote gemacht

    Um Nachhaltigkeitseffekte zu verbessern sind einige Veranstaltungen mit weiteren Angeboten verknüpft. So sind Lehrern Materialen zur Vor- und Nachbereitung oder zur Intensivierung im Schulalltag zur Verfügung gestellt worden.

    ginko Stiftung für Prävention
    Kaiserstr. 90,
    45468 Mülheim an der Ruhr
    www.ginko-stiftung.de
    Pressekontakt: Norbert Kathagen,
    0049/0208/30069-44
    E-Mail: n.kathagen@ginko-stiftung.de

    Die ginko Stiftung für Prävention ist Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung in NRW, sowie kombinierte Jugendberatungs- und Fachstelle für Suchtvorbeugung für Mülheim an der Ruhr.

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