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Wirbelsäulen-Implantat mit bioaktiver CaP- Beschichtung fördert Knochenwachstum und Fusionschancen

Wirbelsäulenversteifungen als letztes Mittel bei Bandscheibendegeneration und unphysiologischen schmerzhaften Bewegungen sind heute eine gängige Methode. Die Behandlung allerdings scheitert nicht selten an einer schlechten Fusion der Wirbel. Vor allem bei älteren Menschen und Osteoporose-Patienten treten diese Probleme immer wieder auf. Die speziell entwickelten PLIF-Cages des Medizinprodukteherstellers Orange Spine nutzen deshalb die Eigenschaften der bei Zahn- und Hüftimplantaten bewährten BONIT-Beschichtung. Die bioaktive Mineralschicht beschleunigt nach dem Eingriff das Verwachsen des Cages mit dem Knochen und erhöht zudem die Fusionsgeschwindigkeit. Gleichzeitig bieten die weltweit einzigartigen Titan-Implantate eine sehr große Auflagefläche zum Knochen, um das Einbruchrisiko zu minimieren.
Rund einen Zentimeter Abstand und mehr müssen die neu wachsenden Knochen bei der Spondylodese überbrücken. Ist die Osteogenese allerdings altersbedingt oder durch Krankheit vermindert, kann eine stabile Knochenverbindung nicht hergestellt werden. Das Verwachsen des Knochens mit dem Implantat ist daher ein erster entscheidender Schritt für den Behandlungserfolg. Hier setzt die Wirkung der BONIT-Beschichtung an. Seit der ersten Anwendung im Jahr 1995 wurden mehr als 700.000 orthopädische und dentale Implantate mit BONIT beschichtet und erfolgreich eingesetzt. Die rund 20 µm dicke Schicht besteht zum größten Teil aus dem Mineral Brushit (CaHPO42H2O) mit einem kleinen Anteil Hydroxylapatit-(HA) (Ca5(PO4)3(OH)). Anders als bei der Beschichtung mit reinem gespritztem Hydroxylapatit wird das BONIT durch elektrochemische Abscheidung auf die Implantate aufgebracht, was auch den gleichmäßigen Überzug komplexer oder poröser Formen ermöglicht. Die Calcium-Phosphat-Kristalle ordnen sich dabei zu fast senkrechten Strukturen an und erhöhen so die Benetzbarkeit der Implantatoberfläche und die Kapillarwirkung auf Blut, wodurch das Anwachsen neuen Knochengewebes beschleunigt und die Integration des Cages verstärkt wird.
Studien zeigen beschleunigte Osteogenese
Die BONIT-Schicht wird während der Einheilung vollständig resorbiert . Durch den speziellen elektrochemischen Beschichtungsvorgang wird eine extreme Haftfestigkeit erreicht. Die beim Abbau der Beschichtung freigesetzten Calcium- und Phospat-Ionen fördern die Anlagerung von Osteoblasten, die rasche Kontakt-Osteogenese und den hohen Mineralgehalt der neu wachsenden Knochen . Verschiedene in vivo-Versuche und klinische Studien zeigten für BONIT unter anderem einen erhöhten Widerstand gegen Scherkräfte , eine stärkere Knochenanlagerung und eine vollständige Resorption ohne Makrophagen oder Riesenzellen um die Implantate .
Die Cages von Orange Spine verwachsen durch diese Eigenschaften bereits nach drei bis vier Wochen mit den Knochen, während der Prozess bei herkömmlichen Implantaten oft Monate dauert oder ganz fehlschlägt. Ähnlich schnell läuft die Fusion der Wirbelkörper ab. Dazu trägt auch die gerippte Oberfläche und die Gestaltung der Implantate bei, mittels derer die Auflagefläche pro cm² im Vergleich zu üblichen Cages auf etwa das Doppelte vergrößert wird. Statt großer Fenster, welche sowohl die Auflagefläche als auch die Tragfähigkeit des Implantats schmälern, bieten je nach Länge des Cages vier oder fünf Löcher sowie Seitenfenster Raum für eine stabile Fusion mit den Knochen. Zusätzlich sind die 7 bis 13 mm hohen Cages aus einer TIAl6V4-Titanlegierung gefertigt und weisen dadurch insgesamt eine deutlich höhere Stabilität auf als gängige PEEK-Implantate, womit ein Brechen des Abstandhalters mit weiteren Schäden am Wirbelsäulenapparat verhindert wird. Besonders ältere Menschen mit verminderter Knochenbildung und Osteoporose-Patienten profitieren von dieser Kombination aus belastbarem Implantat und Osteogenese-fördernder Beschichtung.
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