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      Geprüft auf Sicherheit durch:
      Web-Browser optimiert.

    Viele Fehler im OP-Saal sind vermeidbar -Mediziner können von Piloten lernen!

    Berlin - Um die Fehlerquote zu reduzieren, hat die KKH-Allianz zusammen mit dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Niedersachsen ein Patientensicherheitsprogramm entwickelt. Bei dem Programm für Kliniken werden Sicherheitsstandards aus der Luftfahrt in den OP-Bereich übertragen und kritische Situationen im Vorfeld trainiert. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (MdB), ist Schirmherr und erklärt dazu:

    "Wo es um Leben und Tod geht, muss das Fehlerrisiko so weit wie möglich gesenkt werden. Jedes Jahr sterben in deutschen Krankenhäusern nach Berechnungen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit 17.000 Menschen an den Folgen von unerwünschten Ereignissen und damit dreimal so viel wie im Straßenverkehr.

    Diskussionen über "Behandlungsfehler" lösen unterschiedlichste, aber fast immer heftige Reaktionen aus. Die einen haben Angst vor unnötigem Leid und die anderen vor dem Pranger. Und genau hier möchte ich mit meinem offenen Dialog über die Inhalte eines Patientenrechtegesetzes ansetzen - mit einer neuen Fehlerkultur. Denn man muss Fehler nicht erst selber machen, um aus ihnen zu lernen. Hierfür benötigen wir jedoch mehr Informationen über die Schwachstellen in Behandlungsabläufen. Denn nur mit diesem Wissen können wir lernen, die Wiederholung von Fehlern zukünftig zu vermeiden."

    Zu dem Patientensicherheitsprogramm der KKH-Allianz und dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung in Niedersachsen erklärt Ingo Kailuweit, Vorstandschef der KKH-Allianz: "Luftfahrt und Medizin haben identische Fehlerquellen. Deshalb trainieren Piloten und Mediziner bei dem Projekt gemeinsam das OP-Personal. Und das mit Erfolg, wie erste Ergebnisse in einem vergleichbaren Projekt zeigen: Die Sterblichkeit bei Operationen geht um 47 Prozent zurück, die Komplikationsrate sinkt um 36 Prozent und auch die chirurgischen Infektionen nehmen um 45 Prozent ab."

    Das Programm umfasst verschiedene Bausteine, die aufeinander abgestimmt sind: Zum einen werden Arbeitsabläufe in den teilnehmenden Krankenhäusern analysiert und optimiert. Zum anderen können Ärzte und Pflegekräfte gemeinsam mit Luftfahrtpsychologen und Piloten ihre individuellen Stärken trainieren und an Schulungen im Cockpitsimulator teilnehmen. Und schließlich steht auch ein Training an einem Patientensimulator auf dem Programm.

    "Unser Patientensicherheitsprogramm macht es sich zum Ziel, zur Erfüllung der Sicherheitsziele der Weltgesundheitsorganisation WHO beizutragen", so Ingo Kailuweit. Schirmherr Wolfgang Zöller ergänzt: "Ich wünsche mir, dass sich möglichst viele Krankenhäuser, Ärzte und andere Beteiligte diesem Vorhaben gegenüber offen zeigen." Das erste Krankenhaus in Hannover hat sich bereits zur Teilnahme an dem Programm entschieden, viele weitere sollen jetzt im ganzen Bundesgebiet folgen.

    Weitere Informationen unter http://www.patientenbeauftragter.de.

    Pressekontakt:

    Büro des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten
    Friedrichstraße 108
    10117 Berlin

    www.patientenbeauftragter.de

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