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VdK fordert von Bahn Verzicht auf Bedienzuschlag – Besonders Ältere und Behinderte benötigen Hilfe beim Ticketkauf
Der Präsident des Sozialverbandes VdK Deutschland, Walter Hirrlinger, hat die vorgesehene Fahrpreiserhöhung der Deutschen Bahn AG, vor allem aber den neuen Bedienzuschlag von 2,50 Euro, scharf kritisiert.
"Betroffen sind vor allem ältere und behinderte Menschen, die in der Mehrzahl über kein Internet verfügen. Sie können also die Fahrkarten nicht mal eben am eigenen Computer zuhause ausdrucken."
VdK-Präsident Hirrlinger: "Nachdem die Bahn sich sonst bemüht, möglichst verbraucherfreundlich zu handeln, kann sie hier ein positives Beispiel für Kundenfreundlichkeit geben. Sie muss nur auf den Bedienzuschlag verzichten." Viele Betroffene hätten große Probleme, Tickets selbst am Automaten zu ziehen. Diese seien gerade für mobilitätsbehinderte und sehbehinderte Menschen schwer zu bedienen, so dass sie auf die Beratung und den Kauf am Schalter angewiesen seien. Daher reiche es auch nicht aus, Menschen mit Behinderungen erst ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 70 von der neuen sogenannten Service-Pauschale auszunehmen.
Hirrlinger: "Die sogenannte Service-Pauschale ist nur ein anderes Wort für Selbermachen und damit alles andere als verbraucherfreundlich. Hier wird Service zum Nachteil von Millionen potentiellen Kunden weggespart und obendrein noch der Fahrpreis erhöht. 20 Millionen ältere Menschen werden sich das merken. Die Bahn täte gut daran, dass schnell zu ändern." Ältere und Menschen mit Behinderungen bräuchten die Bahn, um mobil zu sein und zu bleiben. Auf der einen Seite wolle die Bahn Mobilität für möglichst viele Menschen schaffen, auf der anderen Seite schränke sie aber schon wieder Leistungen ein. (Sabine Kohls)
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