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VdK: Rentner nicht schuld an Finanzkrise – Mascher weist Forderungen nach Rentenkürzung scharf zurück
Als "ungeheuerlich" bezeichnete die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, den Vorschlag einzelner Bundestagsabgeordneter, angesichts der Neuverschuldung durch das Konjunkturpaket II die Renten zu kürzen. Mascher wörtlich: "Keine Bevölkerungsgruppe musste in den letzten fünf Jahren größere Kaufkraftverluste hinnehmen als die Rentner. Diese nun auch noch für die Banken- und Finanzkrise haftbar zu machen, ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten."
Die Renten seien in den vergangenen fünf Jahren um insgesamt 1,64 Prozent gestiegen bei einer Inflationsrate von rund 10 Prozent in diesem Zeitraum, betonte die VdK-Chefin. Dem Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, der forderte, dass auch die Alten einen Teil der Schulden und Abgabenlast schultern sollten, "da diese das ja verbockt" hätten, entgegnete Mascher: "Die Banken- und Finanzkrise haben in erster Linie unfähige und gierige Manager in den Chefetagen von Banken verursacht. Den Rentnerinnen und Rentnern dafür die Mitverantwortung zu geben, ist unverschämt."
Statt den Rentnern weiter Kaufkraft zu entziehen, sollte man sie mehr entlasten, um die Konjunktur in Deutschland anzukurbeln. Der VdK begrüßt indes, dass im Rahmen des Konjunkturpakets II die Krankenkassenbeiträge um 0,6 Prozent gesenkt werden sollen. Dadurch würden auch die Rentner entlastet, die ja von der Absenkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrags nicht profitieren können, sagte Mascher. (Michael Pausder)
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