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    Pakistan braucht unsere Hilfe

    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erneut zu Spenden für die Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan aufgerufen. "Die Menschen in Pakistan haben unsere Hilfe wirklich verdient." Durch die Arbeit der Hilfsorganisationen sei gesichert, dass die Hilfe auch wirklich bei den Menschen ankomme. Pakistan solle auf der UN-Vollversammlung im September ein besonderes Thema sein.

    Die Bundesregierung stockt ihre humanitäre Hilfe angesichts des Ausmaßes der Katastrophe auf insgesamt 25 Millionen Euro auf. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind bis zu 20 Millionen Menschen Opfer der Überschwemmungen, das ist ein Achtel der Gesamtbevölkerung. Die Hilfsmittel sollen vorrangig für die medizinische Versorgung, für Nahrungsmittel und für Trinkwasser eingesetzt werden.

    Die Bundesregierung hat ein Expertenteam und zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen des Technischen Hilfswerks (THW) in die Region entsandt.

    Mithilfe der beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen können bis zu 12.000 Liter Trinkwasser in der Stunde aufbereitet und der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden. Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist ein Schwerpunkt der aktuellen Not- und Überlebenshilfe.

    Umfangreiche Hilfen notwendig

    Zehntausende Dörfer sind unter Wasser gesetzt. Viele Opfer der verheerenden Flutkatastrophe warten auf weitere Hilfe. "Mit Unterstützung unserer Partner-Organisationen tragen wir dafür Sorge, dass diese Hilfe schnell dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird", so Bundesaußenminister Guido Westerwelle. Weitere Hilfen und private Spenden seien dringend notwendig, so Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. "Denn gerade die sofortige Unterstützung durch die internationale Gemeinschaft ist das beste Mittel, um Islamisten und Taliban den Nährboden zu entziehen." "Die derzeitige Situation ist jenseits des Vorstellbaren", berichtet ein Katastrophenhelfer. Besonders erschwert wird die Hilfe durch die zerstörten Verkehrswege und die gewaltigen Dimensionen der Überschwemmungen.

    Der größte Bedarf besteht bei Nahrungsmitteln, Zugang zu Trinkwasser, Zelten sowie allgemein medizinischer Versorgung. Akut gefährdet sind nach Angaben der Vereinten Nationen vor allem Kinder. Aufgrund von Durchfallerkrankungen oder Masern geraten sie schnell in Lebensgefahr. Unter anderem sind Impfungen der Kinder gegen Masern und Tetanus dringend notwendig.

    Die von der Bundesregierung bereitgestellten humanitären Hilfsgelder fließen in Organisationen der Vereinten Nationen und deutsche Nichtregierungsorganisationen.

      Die Überschwemmung in Pakistan stellt alle Hilfsorganisationen und Helfer vor eine Herausforderung von nie gekanntem Ausmaß. Nie zuvor waren so viele Menschen von einer Naturkatastrophe betroffen. Nach Informationen der Vereinten Nationen sind die Menschen auf Soforthilfe angewiesen, um überleben zu können. Die Vereinten Nationen stehen vor der größten Hilfsaktion in ihrer Geschichte. Die Hilfsorganisationen rufen dringend zu Spenden auf.

    Auch innerhalb der EU engagiert sich Deutschland für Pakistan: Rund 20 Prozent der 70 Millionen Euro, die als europäische Nothilfe nach Pakistan fließen, stammen aus Deutschland. Bereits Ende Juli hatte die EU 30 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Pakistan bereitgestellt. Mit dem Geld der EU werden unter anderem Notunterkünfte, Lebensmittellieferungen und eine grundlegende Gesundheitsversorgung finanziert. Außerdem werden die Aufbereitung von Trinkwasser und der Bau von Toiletten unterstützt.

    Bereits vor dieser Katastrophe hat die Bundesregierung schon humanitäre Hilfe für die Menschen in Pakistan geleistet. Ziel dieser HIlfe waren die Menschen, die vor den bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Taliban und der pakistanischen Armee geflohen sind. Damit ist Deutschland – ob in akuten Notlagen oder bei der langfristigen Stabilisierung und Entwicklung – einer der stärksten Partner Pakistans.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
    Dorotheenstraße 84
    10117 Berlin
    Telefon: 030 18 272-0
    Fax: 030 18 272-2555
    internetpost@bpa.bund.de

    www.bundesregierung.de

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