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    Naturmedizin als Kulturerbe - Verbraucherschutz auf Kosten der Tradition?

    Schöneck, Oktober 2008 - Die Auswirkungen der EU-Gesetzgebung auf die nationale Gesundheitspolitik nehmen weiterhin stetig zu. Gemeinsam arbeiten die nationalen Gesundheitsbehörden an einer integrierten Gesundheitsstrategie für Gesamteuropa, die auch die Komplementär- oder Naturmedizin, kurz CAM (Complementary and Alternative Medicine) genannt, nicht unberührt lassen wird. Welche Chance bietet das Kulturerbe, um dem Verbraucher auch in Zukunft die traditionell bewährte CAM zu erhalten? Diese Frage behandelt Maria Walcher von der UNESCO-Kommission in Österreich anlässlich des 3. Europäischen Symposiums, das unter dem Motto „Naturmedizin im vereinten Europa - quo vadis?“ am Samstag, den 1. November 2008 in Frankfurt am Main stattfindet.

    Das Interesse an komplementär-alternativmedizinischer Behandlung ist in Deutschland unstreitig und nimmt weiter zu. Seit Jahren ist jedoch von verschiedenen Seiten im Gesundheitsbereich unter dem Stichwort Verbraucherschutz eine scheinbar systematisch angelegte Verdrängungsstrategie gegenüber CAM erkennbar. Nand de Herdt von der European Coalition on Homeopathic and Anthroposophic Medicinal Products (ECHAMP) schildert die Zukunft der CAM-Arzneimittel am Beispiel der Homöopathie und Anthroposophie in Europa. Colette Pradelle, Mitglied der Europäischen Föderation von Patientenverbänden für die Anthroposophische Medizin (EFPAM), wird unter dem Thema „Verantwortliche Patienten, engagierte Verbraucher“ die aktuelle Situation und die Arbeit eines Patientenverbands in Frankreich darstellen. Karl-Heinz Sekatsch-Winkelmann von der Bundesarbeitsgemeinschaft Patientenstellen wird dies aus Sicht der deutschen Patienten und Verbraucher darstellen. Frans Copers von der European Shiatsu Federation stellt die Situation in den Niederlanden und Belgien dar und Igors Kudrjavcevs von der Universität Riga wird den aktuellen Status der CAM in Osteuropa referieren.

    Der bisherige Erfolg der Veranstaltungsreihe „Naturmedizin in Europe - quo vadis?“, die im zweijährigen Turnus nun zum dritten Mal in Folge in der Mainmetropole stattfindet, beruht auf ihrer interdisziplinären Ausrichtung, die grenzüberschreitende Bedeutung hat. Auch dieses Mal stellt das ANME-Symposium ein aktuelles Forum der europäischen Naturmedizin dar und bildet die aktuelle Position der CAM im europäischen Spannungsfeld zwischen Gesundheitspolitik und –versorgung ab. Als Teilnehmer haben sich Mitglieder des EU-Parlaments, Gesundheitspolitiker, Wissenschaftler und Naturheilkundler aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland angemeldet. Teilnehmen kann aber auch jeder naturheilkundlich interessierte bzw. tätige Arzt, Apotheker, Heilpraktiker oder Verbandsvertreter. Das Symposium findet am Samstag, den 1. November 2008, von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr im Hotel Monopol, Mannheimer Str. 11-13 in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Bahnhofs, statt.

    Die Association of Natural Medicine in Europe e.V. (ANME) ist eine NGO (Nichtregierungsorganisation) und versteht sich als ein Netzwerk, das sich für die Naturheilkunde bzw. komplementäre und alternative Medizin (CAM) europaweit einsetzt. ANME besteht aus naturmedizinisch ausgerichteten Organisationen, biologisch-pharmazeutischen Unternehmen und naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten in ganz Europa, gemeinsam eine starke Position für die Naturheilkunde in Europa aufzubauen, die Zukunft der Naturmedizin in Europa zu gestalten und zu festigen. Weitere Informationen unter www.anme.info

    Kontakt: Nora Laubstein
    Association of Natural Medicine in Europe e.V.
    Waldstr. 14 D-61137 Schöneck
    Tel. 0049(0) 6187- 9928121
    Fax: 0049(0) 6187-9928074
    e-mail: info@anme.info
    home: www.anme.info

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