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    Mehr Spenden für Pakistan notwendig

    Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung Markus Löning fordert alle Bürgerinnen und Bürger zu weiteren Spenden für Pakistan auf. Werde jetzt nicht geholfen, sei mit einer Welle von Krankheiten und Todesfällen in den Überschwemmungsgebieten zu rechnen, warnte er. Insbesonder Kinder seien akut gefährdet.

    Die Lage der Kinder sei besonders alarmierend: 40 Prozent der unter fünf Jahre alten Kinder seien unterernährt und damit schon vor dem Hochwasser geschwächt gewesen. Desweiteren sind nach Einschätzung der Flut-Helfer 30.000 Neugeborene vom Tod bedroht, wenn sie nicht rasch Hilfe bekommen.

    Es werde außerdem erwartet, dass in den kommenden Wochen 90.000 Kinder in den Überschwemmungsgebieten und Lagern zur Welt kämen, Ein Drittel dieser Kinder sei akut gefährdet, solange sauberes Trinkwasser, Lebensmittel und eine medizinische Versorgung fehlten.

    Hochenergiekekse und Trockenbabynahrung könnten Millionen Menschen vor dem akuten Hungertod retten, sagte Löning weiter. Er bitte deshalb noch einmal eindringlich um Spenden für die Flutopfer. "Ich fordere wirklich jeden auf, noch mal nachzudenken, ob er nicht Geld erübrigen kann, dafür, dass in Pakistan Kinder überleben können", sagte er.

    Hilfe kommt bei Flutopfern an

    Der Menschenrechtsbeauftragte sprach von einem "hohen professionellen Niveau" der Hilfsorganisationen. Sowohl die Vereinten Nationen als auch die Nichtregierungsorganisationen vor Ort verfügten über viel Erfahrung und wüssten genau, was zu tun sei. Mittlerweile sei die Koordination so weit vorangeschritten, dass sichergestellt sei, dass die Hilfe eins zu eins bei den Flutopfern ankomme, versicherte Löning.

    Die Organisationen hätten auch den guten Willen und die Kooperationsbereitschaft der pakistanischen Regierung bestätigt. Die pakistanische Regierung habe das Ausmaß der Katastrophe anfangs unterschätzt, sagte Löning. Mittlerweile sei die Verwaltung jedoch auf dem richtigen Weg und bemühe sich darum, dass die Hilfe schnell bei den Betroffenen ankomme. Er appellierte an Pakistan und Indien, die Katastrophe zur politischen Annährung zu nutzen und Truppen aus Kaschmir abzuziehen.

    Indien und Pakistan erheben beide den alleinigen Anspruch auf die geteilte Grenz-Region. Löning nannte es bereits ein "Zeichen der Entspannung" zwischen den beiden Staaten, dass Pakistan indische Hilfe für die Hochwasseropfer angenommen habe.

    Pakistan langfristig unterstützen

    Löning regte eine langfristige deutsche Unterstützung für Pakistan an. Handelserleichterungen seien notwendig, um den Land eine Chance zu geben, seine Produkte exportieren zu können. Zudem müsse die deutsche Entwicklungshilfe an die neuen Anforderungen in der Region angepasst werden.

    Religiöse Extremisten treten nach Auskünften der Hilfsorganisationen lediglich vereinzelt auf, aber nicht organisiert. Ohnehin stießen die Taliban bei der "konservativen, frommen" Bevölkerung nicht auf Sympathie, erklärte Löning. Immerhin verübten die Extremisten den Großteil ihrer Anschläge in Pakistan. "Das ist den Leuten dort sehr bewusst".

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
    Dorotheenstraße 84
    10117 Berlin
    Telefon: 030 18 272-0
    Fax: 030 18 272-2555
    internetpost@bpa.bund.de

    www.bundesregierung.de

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