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    King George VI. wäre heute bereits als kleiner Prinz vom Stottern befreit worden

    Kasseler Stottertherapie entwickelt innovatives Therapiekonzept für Kinder

    Kassel/Berlin (KST) Der Kinofilm "The King's Speech" zeigt auf beeindruckende Weise, wie der spätere englische König George VI. unter seinem Stottern gelitten hat und es nach Antritt der Thronfolge mit Hilfe eines exzentrischen Sprachtherapeuten überwindet.

    „Ich hoffe, dass dieser Film zum einen das Verhältnis zu Stotterern in der Öffentlichkeit positiv verändert und zum anderen dazu führt, stotternde Kinder so früh wie möglich gezielt und qualifiziert behandeln zu lassen. Viele stotternde Kinder durchlaufen auch heute noch einen oft jahrelangen, meist erfolglosen Therapiemarathon mit der Folge, dass sich das Stottern eher verfestigt und die daraus resultierenden psychischen Probleme zunehmen. Das muss nicht sein! Mit einer Spezialtherapie für Kinder zwischen dem sechsten und neunten Lebensjahr kann man bei einigen sogar eine Heilung erreichen. Diese Intensiv-Therapie heißt FranKa (Frankfurt/Kasseler Konzept) und wurde von uns 2008 gemeinsam mit der Klinik für Phoniatrie der Universität Frankfurt entwickelt“, erklärt Dr. Alexander Wolff von Gudenberg, Leiter der Kasseler Stottertherapie zum Kinostart des Films in Deutschland.

    Das Besondere dieser Intensivtherapie FranKa ist, dass sechs Kinder und je ein Elternteil zusammen in einer Gruppe eine Woche lang systematisch und computergestützt ein neues Sprechmuster erlernen. Die Gruppe wird acht Stunden täglich von drei Therapeuten betreut. „Speziell für die Kleinen haben wir die neue Sprechsoftware „flunatic junior“ entwickelt. Die Kinder und ihre Eltern trainieren durch verlangsamtes Sprechen und weichen Stimmeinsatz das neue Sprechmuster. Der Vater oder die Mutter erfährt ebenso, dass dieses weiche, gebundene Sprechen kein Stottern mehr zulässt. Sie werden in diesem Intensivkurs auch zum Co-Therapeuten ausgebildet. So können sie weiter mit ihrem Kind zu Hause üben und ihnen das neue Sprechen auch im Alltag vormachen. Je früher man therapiert, desto höher sind die Heilungschancen“, so der Facharzt für Stimm- und Sprachstörungen.

    Erstmaliger Einsatz eines Smartphone- Apps in der Stottertherapie

    Zum Start von "The King's Speech" in deutschen Kinos führt die Kasseler Stottertherapie auch ein neues Smartphone-App ein. Es ist ein therapeutisches Spiel und heißt „FLUXXYs Abenteuer im All“.

    Das Besondere an diesem Spiel ist, dass der Spieler das Raumschiff FLUXXY durch die Lautstärke seiner Stimme steuert: bei lauter Stimme fliegt FLUXXY hinauf, wird sie leiser, sinkt es hinab. So hilft FLUXXY, den Umgang mit Stimme und Atmung spielerisch zu trainieren. In Zukunft soll es Therapien wie FranKa unterstützen.

    Kinder, die mit innovativen Therapien - wie dem computergestützten FranKa-Konzept - erfolgreich therapiert wurden, sprechen nicht nur wesentlich flüssiger, sondern genießen es auch, nicht mehr gehänselt und belächelt zu werden. „Unsere Christina ist seit dem FranKa-Kurs wie ausgewechselt. Sie ist jetzt so fröhlich, unbefangen und ausgelassen wie ein siebenjähriges Kind sein sollte. Wir sind nach den sorgenvollen Jahren überglücklich“, so Jürgen Reuter aus dem nordhessischen Calden-Westuffeln.

    Unter den 800.000 stotternden Menschen in Deutschland sind 130.000 Kinder und Jugendliche.
    Die Forschung der letzten 10 Jahre belegt, dass Stottern ein neurologisches Problem mit hoher Erblichkeit ist.

    Über das Institut der Kasseler Stottertherapie

    Das Institut der Kasseler Stottertherapie wurde 1999 von Dr. Alexander Wolff von Gudenberg in Bad Emstal bei Kassel gegründet. Heute behandeln 20 fest angestellte und freie Mitarbeiter jährlich rund 200 stotternde Menschen aller Altersgruppen. Seit 2010 werden auch Kurse in Berlin angeboten. Unterstützt wird die Therapie durch die Spezial-Software „flunatic!“. Prof. Dr. Harald Euler, Universität Kassel und Prof. Dr. Katrin Neumann, Klinik für Phoniatrie der Universität Frankfurt, haben die Wirksamkeit dieses Behandlungsverfahrens in den letzten 10 Jahren nachgewiesen.

    Kontakt
    Dr. Alexander Wolff von Gudenberg
    Facharzt für Allgemeinmedizin, Stimm- und Sprachstörungen

    Institut der Kasseler Stottertherapie
    Feriendorfstraße 1
    34308 Bad Emstal
    Telefon: 05624 - 9 21 0
    Fax: 05624 - 9 21 20 1
    E-Mail: info@kasseler-stottertherapie.de
    Web: www.kasseler-stottertherapie.de

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