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Jetzt reicht´s! Mit dieser Politik wird es bald keine Hebammen mehr geben!
Hebammenverband ruft zum bundesweiten Protesttag am 21. September 2009 auf
Der Deutsche Hebammenverband befürchtet ein Hebammensterben und massive Versorgungslücken in der Betreuung von Frauen und ihren Neugeborenen, wenn die politisch Verantwortlichen nicht endlich reagieren und ihre verantwortungslose Haltung aufgeben. Jahrelange Versäumnisse kommen jetzt zum Tragen und gefährden den Versorgungsauftrag. Deshalb ruft der Hebammenverband am 21. September zu bundesweiten Protestaktionen auf, um die Öffentlichkeit auf die problematische Situation hinzuweisen.
Die Ignoranz der Politik hat sich jüngst wieder bei den Antworten auf die Wahlprüfsteine der Hebammen gezeigt: Vor allem seitens der Regierungspartei sind die Antworten von Desinteresse und eklatanter Verantwortungslosigkeit geprägt gewesen (nachzulesen unter www.hebammenverband.de).
„Und jetzt auch noch das läppische Angebot von 1.54%, das uns die Kassen am Mittwoch als Gebührenerhöhung für freiberufliche Hebammenleistungen vorgeschlagen haben. Damit können wir Hebammenhilfe nicht mehr garantieren. Es ist eine Schande, dass Frauenberufe durch die Politik solch mangelhafte Wertschätzung erfahren und Hebammen mit einem Nettostundenlohn von 7 Euro in die Nähe von Mindestlöhnen rücken“, so Helga Albrecht, die Präsidentin des Hebammenverbandes.
„Um Hebammenleistungen angemessen zu bezahlen fordern wir von der Regierung eine einmalige Lockerung der Beitragsbemessungsgrenze und die Erhöhung der Honorare für freiberufliche Hebammenarbeit um 30%. Damit wäre die Hebammenarbeit gesichert, weil die Diskrepanz zwischen Zahlungsverpflichtungen und Verdienst ausgeglichen wäre. Somit könnten Hebammen endlich wieder von ihrer Arbeit leben und die Versorgung wäre gesichert, da weniger Hebammen ihren Beruf aufgeben müssen.
Die Ausgaben für Hebammenhilfe betrugen 2008 rund 366 Mio. Euro. Durchschnittlich erzielt damit jede freiberufliche Hebamme 23 300 Euro. Davon gehen dann die Betriebskosten, die Versicherungen, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ab. Eine Auswertung von realen Einkommenssteuerbescheiden aus 2007 und 2008 zeigte, dass das zu versteuernde Einkommen bei einem Tätigkeitsvolumen, das einer Arbeitnehmerin in Vollzeit entspricht, bei 14.150 Euro liegt.
Um ihren Forderungen nach besserem Einkommen Nachdruck zu verleihen ruft der deutsche Hebammenverband für den 21. September zu bundesweiten Protestaktionen auf.
Protestaktionen siehe unter www.hebammenverband.de und www.hebammen-protest.de
Pressekontakt:
Helga Albrecht, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes Telefon 030 – 62 98 37 43
Monika Selow , Beirätin für den freiberuf. Bereich Telefon 0331 – 979 10 86
Dr. Edith Wolber,
Pressereferentin beim
Deutschen Hebammenverband
Tel: 06226 - 8286 oder 429400
Mail: wolber@hebammenverband.de
Bergstraße 3
74909 Meckesheim



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