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Herzstillstand: Erste Hilfe per Elektroschock - TÜV Rheinland: Schnelles Handeln rettet Leben
Externe Defibrillatoren (AED) verdoppeln die Überlebenschance - In Kursen das Anwenden eines AEDs lernen
Köln - Alle fünf Minuten stirbt in Deutschland laut der Björn Steiger Stiftung ein Mensch an plötzlichem Herztod. Betroffen sind meist ältere Menschen und mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen. Die Symptome eines plötzlichen Herztods sind Bewusstlosigkeit, fehlender Puls, Atemstillstand und geweitete Pupillen. Außerdem erscheint die Haut sehr blass und grau. Jetzt ist schnelles Handeln gefragt, denn mit jeder Minute sinkt seine Überlebenschance um zehn Prozent. Nach drei Minuten treten bereits Hirnschäden auf - und nach zehn Minuten kommt meist jede Hilfe zu spät. In einigen öffentlichen Gebäuden hängen automatische, externe Defibrillatoren, kurz AED genannt, mit denen selbst Laien das Herz wieder zum Schlagen bringen können. "Der Apparat ist ungefähr so groß wie ein Erste-Hilfe-Kasten. Er ist so ausgelegt, dass wirklich jeder damit umgehen kann", sagt Markus Thoma von TÜV Rheinland. "Der Ersthelfer muss lediglich die Herzdruckmassage beginnen, die Elektroden anbringen und danach die Sprach- und Bildschirmanweisungen befolgen", so der Dozent im Rettungsdienst. Fehler bei der Anwendung schließt das Gerät weitgehend aus, indem es zuerst misst, ob das Herz tatsächlich flimmert und dann die Schockfunktion freigibt.
Trotzdem ist für Laien die Hemmschwelle groß, den Apparat im Notfall auch zu benutzen. Markus Thoma empfiehlt spezielle Kurse, um den Gebrauch eines AEDs zu erlernen. "Im normalen Erste-Hilfe-Kurs werden die Geräte oft nur vorgestellt", weiß der Rettungsassistent aus Erfahrung. Die TÜV Rheinland Akademie bietet Anwendern entsprechend ihrer Vorbildung beispielsweise Schulungen an, die sich hauptsächlich mit dem plötzlichen Herztod und der Anwendung der Defibrillatoren befassen.
"Zu den ersten wichtigen Maßnahmen zählt immer, den Notruf unter 112 abzusetzen", betont Thoma. Danach folgt die Kontrolle des Bewusstseins, das Freimachen der Atemwege, die Herzdruckmassage und die Beatmung. "Ist ein AED zur Hand, sollte der Ersthelfer das Gerät unbedingt parallel zur Herzdruckmassage einsetzen", rät der TÜV Rheinland-Experte. Laut einer US-Studie, die mit Unterstützung der American Heart Association und des National Heart, Lung and Blood Institutes durchgeführt wurde, verdoppeln sich die Überlebenschancen durch den AED-Einsatz.
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Jörg Meyer zu Altenschildesche, Presse, Tel.: 0221/806-2255
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