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Höchst informativ: Medizin trifft Selbsthilfe/Klinikum Frankfurt Höchst informiert zum Thema Pankreaskrebs am 18. April
Frankfurt a.M. „Höchst informativ: Medizin trifft Selbsthilfe“, so lautet der Titel einer neu geschaffenen Veranstaltungsreihe am Klinikum Frankfurt Höchst, bei der Ärzte des Klinikums in regelmäßig stattfindenden Selbsthilfeforen Patienten, Betroffene, deren Angehörige sowie Interessierte über Diagnose-, Behandlungs-, Therapie- und Unterstützungsmöglichkeiten in Medizin und Selbsthilfe informieren. Zum Auftakt am Montag, 18. April 2011, dreht sich alles um das Thema Pankreaskrebs. Prof. Dr. med. Matthias Schwarzbach, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie des Klinikums Frankfurt Höchst, wird das Selbsthilfeforum gemeinsam mit Hans Berg vom Arbeitskreis der Pankreatektomierten (AdP) e.V. Regionalgruppe Bergstraße, Odenwald, Darmstadt leiten. Los geht’s um 16 Uhr im Gemeinschaftsraum (Gebäude A, 2. OG) des Klinikums. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt versteckt hinter dem Magen und vor der Wirbelsäule im hinteren Teil der Bauchhöhle. Ihre wichtigsten Aufgaben sind die Verdauungsfunktion sowie die Steuerung der Blutzuckerregulation. Es gibt verschiedene Tumore der Bauchspeicheldrüse, neben den gutartigen sind vor allem die bösartigen Tumore wichtig, die sich allerdings meistens erst spät zeigen. „Obwohl durch die zentrale Lage und die Nähe zu den großen Gefäßen eine Operation schwierig ist, steht diese trotzdem an erster Stelle, denn nur die operative Entfernung kann eine Heilung erreichen. Eine Ursache für die Entstehung des Bauchspeicheldrüsenkrebses ist bislang nicht bekannt. Diskutiert werden genetische Veränderungen, die in fünf Prozent der Fälle die Ursache sein sollen“, erläutert Professor Schwarzbach. „In den letzten Jahren sind jedoch wichtige Fortschritte nicht nur im Verständnis der Entstehung, sondern auch in der Diagnostik und der Therapie des Pankreaskarzinoms erreicht worden“, unterstreicht der Chefarzt. Trotz dieser Fortschritte handelt es sich nach wie vor um eine besonders schwierig zu diagnostizierende und zu therapierende Krebserkrankung, die von Operateuren und Therapeuten hohe Qualifikationen und ein Höchstmaß an interdisziplinärer Arbeit verlangt. „Je erfahrener der Operateur ist, desto geringer die Rate möglicher Komplikationen“, so Prof. Schwarzbach. Doch auch ein Leben ohne Bauchspeicheldrüse ist möglich. Hans Berg ist selbst Betroffener, hat den Krebs überstanden und weiß einiges über das Leben ohne Bauchspeicheldrüse zu berichten. Im Anschluss an die Vorträge bleibt den Besuchern des Forums dann noch genügend Zeit, um sich bei der Leiterin der Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt, Margit Schmalhofer, hilfreiche Tipps und Ansprechpartner zu Selbsthilfegruppen in der Region zu holen.
Die Selbsthilfeforen „Höchst informativ: Medizin trifft Selbsthilfe“ des Klinikums Frankfurt Höchst finden in Kooperation mit der Selbsthilfe-Kontaktstelle Frankfurt statt und werden durch die Selbsthilfe-Fördergemeinschaft der Ersatzkassen in Hessen gefördert.
Im Klinikum Frankfurt Höchst wurden allein im Jahr 2010 über 70 Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse wegen bösartiger oder gutartiger Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (Karzinom, Krebsvorstufen, akuter und chronischer Pankreatitis) durchgeführt. Alle Patienten werden gemeinsam mit den Gastroenterologen, Radiologen, Strahlentherapeuten, Onkologen, Anästhesisten und Pathologie in einer interdisziplinären Expertenkonferenz besprochen. Mit Erfolg für den Patienten. Die Sterblichkeit der Operationen lag dabei unter zwei Prozent, also sogar sechs Prozent unter dem von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) vorgebenen Mindestrate für eine Zertifizierung als Kompetenzzentrum. Das Klinikum hat kürzlich die Zertifizierung als Pankreaszentrum beantragt.
Über das Klinikum
Durch die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Thoraxchirurgie des Klinikums Frankfurt Höchst werden auf ihren verschiedenen Spezialgebieten sämtliche operative Verfahren im Gesamtgebiet der Chirurgie durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Abteilung für Unfallchirurgie im Haus ist die Klinik für Chirurgie zur vollen Facharztweiterbildung ermächtigt.
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist eine Einrichtung der höchsten Versorgungsstufe und Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe Universität mit 17 Kliniken (986 Betten vollstationär, 44 tagesklinische Plätze), drei Zentralinstituten, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), dem MVZ sowie Krankenpflegeschulen und Schulen für nichtärztliche medizinische Fachberufe. 2.200 Beschäftigte versorgen jährlich 33.500 stationäre und 70.000 ambulante Patienten aus einem weiten Einzugsgebiet. Als gemeinnützige Gesellschaft des privaten Rechts (GmbH) befindet sich das Klinikum in vollständiger kommunaler Trägerschaft. Ein Ersatzneubau wird bis 2015 errichtet. Mehr Infos unter www.KlinikumFrankfurt.de.
Ansprechpartnerin für die Presse:
Klinikum Frankfurt Höchst
Unternehmenskommunikation/Sprecherin
Petra Fleischer
Tel. 069 3106 3818
E-Mail: petra.fleischer@KlinikumFrankfurt.de
www.KlinikumFrankfurt.de



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