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Gemeinsam gegen Hunger
Im Kampf gegen den Hunger hat die Bundesregierung 2008 Rekordzusagen in Höhe von 65,75 Millionen Euro für das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen gegeben. Kurz vor Jahresende kamen noch 10 Millionen Euro für Afghanistan hinzu.
Der Klimawandel, der Verlust fruchtbaren Bodens, die dramatische Abnahme der biologischen Vielfalt und ungebremstes Bevölkerungswachstum gefährden die Sicherung der Welternährung. Insbesondere die gestiegenen Lebensmittelpreise bereiten dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (World Food Programme, WFP) große Probleme.
Das WFP unternimmt große Anstrengungen, denn es muss jährlich über 70 Millionen hungernde Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen. Besonders Krisen und Katastrophen verschärfen das Problem. Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul spricht gar von einem "stillen Tsunami".
Zusagen für Krisen und Katastrophen
Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) hat dem WFP im Jahr 2008 insgesamt rund 100 Millionen US-Dollar (65,75 Millionen Euro) zugesagt. Dies bedeutet einen historischen Höchststand.
Die Zusagen erfolgten für Krisen und Katastrophen in Äthiopien, Afghanistan, dem Sudan, Kongo oder Somalia. Sie gelten aber auch für die oft kaum wahrgenommenen Katastrophen in Ländern wie dem Jemen, Nepal, Nordkorea oder Kolumbien. Kurz vor Jahresende konnte das Bundesentwicklungsministerium dem Welternährungsprogramm nun noch 10 Millionen Euro für Afghanistan zusagen.
Anstrengungen fortsetzen
"In diesem Jahr wurden die Ärmsten der Armen besonders hart getroffen: Die Nahrungsmittelpreise sind explodiert, die Ölpreise erreichten zwischenzeitlich neue Rekordwerte", unterstrich Wieczorek-Zeul.
Schuld daran seien aber auch andere Faktoren, so die Ministerin: "Der Klimawandel nimmt an Fahrt zu und die Finanzkrise trifft die Schwellen- und Entwicklungsländer mit voller Wucht. Es ist ein Skandal, dass Hunger und Armut noch immer den Alltag von fast einer Milliarde Menschen auf der Welt prägen. Wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, diesen Menschen ein Zeichen der Hoffnung zu geben und in Not zu unterstützen."
Pressekontakt
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Dorotheenstraße 84
10117 Berlin
Telefon: 030 18 272-0
Fax: 030 18 272-2555



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