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FDP-Landespolitiker Florian Rentsch informiert sich über Baumaßnahme für Transplantationszentrum an der Kerckhoff-Klinik
Der gesundheitspolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende der Hessischen FDP lobt Planungskonzept und Fortgang der Baumaßnahme – „Landesmittel sind sinnvoll eingesetzt“
(BvT) „Das neue Transplantationszentrum, das hier an der Kerckhoff-Klinik entsteht, wird ein Leuchtturm für die Gesundheitslandschaft in Hessen sein. Die Entscheidung der Hessischen Landesregierung, diese Baumaßnahme mit insgesamt 13 Millionen Euro zu fördern, bedeutet eine deutliche Stärkung des Gesundheitsstandorts Hessen und wird auch der Stadt Bad Nauheim zugute kommen“, resümierte der gesundheitspolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende der Hessischen FDP, Florian Rentsch, anlässlich eines Informationsbesuches zum Stand der Baumaßnahme in der Bad Nauheimer Herzklinik am vergangenen Montag. Der Kaufmännische Geschäftsführer und Verwaltungsdirektor der Kerckhoff-Klinik, Ulrich Jung, erläuterte dem Politiker den Bauablauf während eines Rundgangs über das Baugelände und wies vor allem auf die besonderen planerischen Herausforderungen hin: „Durch die räumlichen Begrenzungen, die sich aus der Lage der Klinik im städtischen Gebäudeumfeld ergeben, ist eine Erweiterung nur im bestehenden Flächenbestand in der Höhe möglich. Die Umsetzung der Maßnahme bei vollständig laufendem Betrieb stellt dabei eine besondere Herausforderung dar.“ Auch wenn derzeit vor allem noch der Rückbau bestehender Gebäudestrukturen im Vordergrund steht, zeigte Rentsch sich beeindruckt vom derzeitigen Stand und Fortgang des Baus. Jung führte dazu aus: „Derzeit liegen wir im Plan und können bei weiterhin reibungslosem Bauablauf Ende 2012 mit dem neuen Gebäudeteil in Betrieb gehen."
Mit neuem Flächennutzungskonzept die Versorgung optimieren
Zu den Vorteilen der Baumaßnahme für die medizinische Versorgung führte der Ärztliche Direktor und Ärztliche Geschäftsführer Prof. Dr. Christian Hamm aus: „Mit der räumlichen Erweiterung haben wir vor allem die Chance genutzt, unsere gesamte Flächennutzung zu überarbeiten und die modernsten Konzepte operativer und intensivmedizinischer Versorgung umzusetzen.“ Der neue Gebäudeteil biete die Möglichkeit, alle operativen, interventionellen und intensivmedizinischen Abteilungen sowie die Stationsbereiche in unmittelbarer Nähe zueinander anzuordnen. Geschäftsführer Jung ergänzte: „Durch die räumliche Zusammenfassung medizinisch genutzter Primärflächen in einem räumlichen Komplex und die Entflechtung von Sekundärflächen wie Büro-, Lager- oder Technikeinheiten lassen sich medizinische Versorgungsprozesse wesentlich besser aufeinander abstimmen und effektiver gestalten.“ Als Beispiel nennt Jung die Intensivmedizinische Abteilung: „Die Zusam-menfassung aller intensivmedizinischen Plätze erlaubt die Umsetzung eines flexiblen Versorgungskonzeptes mit Low-Care-, High-Care- und einem variablen Intermediate-Care-Bereich, der ebenso einen entsprechend flexiblen Personaleinsatz ermöglicht.“ Nach Bauabschluss werde die Klinik über 26 Intensivtherapieplätze und 30 Intensivüberwachungsplätze und damit über eine der größten und leistungsfähigsten Intensivpflegeeinheiten Hessens verfügen.
Transplantationszentrum wird Versorgungslücke in Hessen schließen
„Gerade vor dem Hintergrund der großen Versorgungslücke, die bei Transplantationen derzeit in Hessen besteht, wird die gesundheitsstrukturpolitische Bedeutung des neuen Zentrums in Bad Nauheim deutlich. Genau aus diesem Grunde hat sich die Landesregierung für eine so umfangreiche Förderung dieser Maßnahme ent-schieden“, fasste Rentsch das politische Ziel der Förderung der Baumaßnahme aus Landesmitteln zusammen. Zuvor hatte Jung die aktuellen Zahlen zum Transplantationsbedarf in Hessen dargelegt: „Zurzeit besteht in Hessen ein Bedarf von ca. 30 Herztransplantationen pro Jahr. In der Region Mitte, die neben Hessen noch Rheinland-Pfalz und das Saarland umfasst, liegt der Bedarf nach Berechnungen der DSO bei 53 Transplantationen.“ An den vier hessischen Transplantationszentren konnten in den vergangenen vier Jahren aber nur rund 20 Prozent des Bedarfs gedeckt werden. „Die Folge ist, dass derzeit zahlreiche Transplantationspatienten in andere Bundesländer ausweichen müssen“, so Jung. Mit der Ausweitung ihrer Kapazitäten im Bereich der Herztransplantation werde die Kerckhoff-Klinik daher einen wichtigen Beitrag leisten können, um die regionale Versorgung zu verbessern. „Allein im vergangenen Jahr konnten wir bereits mit zehn Transplantationen die meisten in Hessen durchführen.“ Prof. Hamm machte abschließend deutlich, dass die Kerckhoff-Klinik als eine der größten Herzkliniken Deutschlands optimale Voraussetzungen für den Ausbau als Transplantationszentrum biete: „Durch die Betreuung potenzieller Transplantationspatienten in unserer Herzinsuffizienzambulanz, unseren interdisziplinären Ansatz und die langjährigen Erfahrungen in der Transplantationsmedizin können wir den gesamten Prozess abdecken, der zur Versorgung dieser Patienten notwendig ist.“
Pressekontakt:
C3 Public Relations
Klinikkommunikation und Litigation PR
Dr. Berend von Thülen
Lange Ortsstraße 4
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Tel.: 0 641 / 480.99.40
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