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    Alleinerziehende stärker unterstützen

    Wie können Chancen von Alleinerziehenden auf dem Arbeitsmarkt erhöht werden? Was hilft, Familie und Beruf besser miteinander zu verbinden? Antworten auf diese Fragen geben Projekte des Europäischen Sozialfonds.

    Die Belastungen, die Alleinerziehende durch Erziehung, Alltag und Beruf zu bewältigen haben, sind für viele kaum vorstellbar. Häufig ist es schwierig, als alleinerziehender Elternteil Arbeit zu bekommen.

    "Wir wissen alle, dass das mitnichten daran liegt, dass Alleinerziehende unmotiviert oder schlechter ausgebildet wären." Dies sagte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz in Berlin bei der Auftaktveranstaltung des Ideenwettbewerbs "Gute Arbeit für Alleinerziehende" des Europäischen Sozialfonds (ESF).

    Das Bundesarbeitsministerium hat den ESF-Ideenwettbewerb durchgeführt. Es geht darum, wie Alleinerziehende leichter eine Tätigkeit auf dem Arbeitsmarkt finden. Insgesamt hatten sich 300 Projekte beworben, 79 Projekte wurden ausgewählt, die mit 60 Millionen Euro aus ESF- und Bundesmitteln gefördert werden.

    Erwerbs- und Verdienstchancen verbessern

    Dem Arbeitsminister zufolge kann die Ausgrenzung von alleinerziehenden Elternteilen durch Chancen auf gute und gut bezahlte Arbeit überwunden werden. Bausteine dazu seien ausreichende und qualitativ hochwertige Betreuungsangebote für die Kinder, anständige Löhne sowie eine individuelle Arbeitsberatung und -vermittlung.

    Ziel der Projekte ist es, die Erwerbs- und Verdienstchancen von hilfebedürftigen Alleinerziehenden zu erhöhen, hin zu mehr Teilzeitarbeit mit höherem Stundenumfang und hin zu mehr Vollzeitarbeit. Das ist die Voraussetzung, damit sie und ihre Kinder langfristig unabhängig von staatlichen Fürsorgeleistungen leben können.

    Alle ausgewählten Projekte berücksichtigen die Bedürfnisse Alleinerziehender und haben unterschiedliche Herangehensweisen zur Hilfe entwickelt. So können bundesweit Alleinerziehende von den guten Ideen profitieren.

    Kinder Alleinerziehender häufig von Armut bedroht

    Insgesamt sind es fast 1,6 Millionen Familien, die den Alltag mit nur einem Elternteil meistern. Das ist fast jede fünfte, in Großstädten sogar fast jede zweite Familie. Zu 90 Prozent sind es alleinerziehende Frauen.

    Gut die Hälfte der Alleinerziehenden schafft es, sich und die Familie durch eigenes Einkommen zu finanzieren. Weit über 40 Prozent der Alleinerziehenden-Haushalte sind aber auf Leistungen aus der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Hartz IV) angewiesen.

    Von den 2,1 Millionen Kindern alleinerziehender Eltern sind rund 800.000 von Armut bedroht. Damit ist ihr Armutsrisiko bedeutend höher als das ihrer Altersgenossen, die in Familien mit zwei Elternteilen aufwachsen.

    Pressekontakt:

    Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
    Dorotheenstraße 84
    10117 Berlin
    Telefon: 030 18 272-0
    Fax: 030 18 272-2555
    internetpost@bpa.bund.de

    www.bundesregierung.de

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