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    370.000 alkoholabhängige Frauen in Deutschland - Dyckmans warnt vor dem starken Anstieg des weiblichen Alkoholkonsums

    Berlin - Anlässlich ihrer Jahrestagung zum Thema "Alkohol- für Frauen (k)ein Problem?" erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans: "Die besonderen gesundheitlichen Risiken des Alkoholkonsums von Frauen werden bislang zu wenig beachtet. Daher ist mein wesentliches Ziel, den Alkoholkonsum bei Frauen mehr zu thematisieren und ihm in der Präventionsarbeit eine stärkere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen."

    370.000 Frauen in Deutschland sind alkoholabhängig. Besonders Frauen im Alter von 10 bis 20 Jahren und von 40 bis 59 Jahren missbrauchen Alkohol. So spricht die Zahl der stationären Aufenthalte im Krankenhaus aufgrund einer Alkoholvergiftung für sich: 2.400 Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren wurden im Jahr 2008 behandelt. Die Zahl der gleichaltrigen Jungen (2.100) wurde damit deutlich übertroffen. Dieser Fakt ist besonders erschreckend, da diese Mädchen nach der Regelung des Jugendschutzgesetzes noch gar keinen Alkohol konsumieren dürfen. Herr Prof. Dr. Michael Klein von der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen erläutert: "Kinder in suchtbelasteten Familien sind einem stark erhöhten Risiko für Suchterkrankungen, aber auch für andere psychische Störungen ausgesetzt. Sie stellen die größte Risikogruppe zur Entwicklung von Suchtstörungen dar. Dabei sind die in diesen Familien lebenden Kinder besonders gefährdet, wenn die Mutter ein dauerhaftes Suchtproblem aufweist. Darüber hinaus zeigen Töchter ein anderes Bewältigungsverhalten als Söhne, das sie oft noch stärker gefährdet. Daher ist es notwendig, Töchtern suchtkranker Mütter frühzeitige und umfassende Hilfen und Prävention zukommen zu lassen."

    Ein weiterer Themenschwerpunkt der Jahrestagung wird "Alkoholgebrauch und Alkoholabhängigkeit bei Frauen im Alter" sein. Jede fünfte der 45- bis 54-jährigen Frauen weist einen gesundheitsgefährdenden Alkoholkonsum (> 12 g Alkohol/Tag) auf. Prof. Dr. Frederic C. Blow von der University of Michigan Medical School (USA) wird daher neue Erkenntnisse zu Ursachen, Auswirkungen und Präventionsmöglichkeiten aus Forschung und Praxis vorstellen. Neben zahlreichen Vorträgen und Impulsreferaten werden sich verschiedene Organisationen und Projekte zum Thema "Alkohol und Frauen" auf dem "Markt der Möglichkeiten" der Jahrestagung im Atrium des dbb-Forum präsentieren. Durch die Jahrestagung werden neue Informationen, Ideen und Anregungen für die zukünftige Präventionsarbeit zur Alkoholabhängigkeit bei Mädchen und Frauen vermittelt.

    Weitere Informationen unter: http://www.drogenbeauftragte.de

    Pressekontakt:

    Geschäftsstelle der Drogenbeauftragten der Bundesregierung
    Friedrichstraße 108, 10117 Berlin
    Tel.: 030-18 441- 4412
    Fax: 030-18 441- 4960
    E-Mail: drogenbeauftragte@bmg.bund.de
    http://www.drogenbeauftragte.de


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