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    3. Trinationales Freiburger Symposium zur Tauchmedizin am 8. November 2008: Wissenswertes für Ärzte und Tauchlehrer

    Tauchen ist kein Sport wie jeder andere. Vor dem Vergnügen steht eine gründliche tauchmedizinische Untersuchung, am Besten vor Antritt des Tauchurlaubs schon im „Heimathafen“. Dem aktuellen Wissens- und Therapiestand widmet sich deshalb das „3. Trinationale Freiburger Symposium zur Tauchmedizin“, das am Samstag, den 8. November 2008 im großen Hörsaal der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde stattfindet. Das Symposium ist eine gemeinsame Veranstaltung des Universitätsklinikums und des auf Tauchmedizin spezialisierten Druckkammerzentrums Freiburg. Als Gäste des Symposiums sind neben Ärzten auch Tauchlehrer, Übungsleiter und Studenten willkommen.

    Von Tauchen in fernen Ländern über Panik beim Tauchen bis Seniorentauchen

    Fachärzte der beiden Einrichtungen geben ihre Erfahrungen an Kollegen weiter und werden dabei von ausgewiesenen Experten aus ganz Deutschland unterstützt. Die Themen beschäftigen sich zum einen mit patientenbezogenen Aspekten wie etwa der Reisemedizin und hier speziell dem „Tauchen in Fernen Ländern“. Circa 1,5 Mill. deutsche Sporttaucher tauchen jährlich in tropischen Tauchgebieten und damit auch in Regionen mit Malaria-Risiko und zahlreichen anderen Infektionserregern. Dr. med. Rosemarie Mazzola, Fachärztin für Allgemein- und Reisemedizin in Freiburg, geht daher u.a. den Fragen nach, welche Medikamente sich mit dem Tauchen vertragen, ob man nach einer Malaria-Notfalltherapie weiter tauchen kann oder ob eine Gelbfieberimpfung eventuell die Tauchtauglichkeit beeinträchtigen kann. Dr. Jörg Angenendt von der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg referiert über „Ängste und Panik beim Tauchen“ und wie das Thema als Bestandteil der Taucherausbildung integriert werden kann.

    Dass auch betagte Menschen bis ins hohe Alter sicher tauchen können, steht für Prof. em. Dr. med. Heinrich Matthys außer Frage, falls man gesund ist und den nachlassenden physischen und psychischen Möglichkeiten Rechnung trägt. Sein Vortrag „Senioren tauchen“ geht außerdem auf die Möglichkeit ein, sich „disabled diving groups“ mit speziellen Trainingsprogrammen anzuschließen. Dr. med. Claudia Haizman, Fachärztin für Tauch- und Überdruckmedizin am Druckkammerzentrum referiert über „Frauen tauchen“. Gibt es für Frauen mehr Risiken als für Männer?

    Weitere Themen: Sicherheit beim Tauchen und Forschungstauchen

    Dem Thema „Sicherheit beim Tauchen“ widmet sich Taucherarzt Dr. med. Ulrich van Laak vom DAN Europe Büro Deutschland, Österreich, Ungarn. Mit den Chancen und Risiken von modernem Equipment beschäftigt sich der Vortrag „Technisches Tauchen“ von Christoph Schmitt, Tauchtechnik Überlingen. Damit schlägt die Veranstaltung auch den Bogen zu den Berufstauchern, die auf dem diesjährigen Symposium mit dem Thema „Forschungstauchen im In- und Ausland“ vertreten sind. Dr. Martin Mainberger von der Kommission Forschungstauchen, von Haus aus
    Archäologe und Ausbilder für Forschungstaucher, berichtet über die Arbeit und über internationale Kooperationen von Forschungstauchern. Diese sind wichtiger Bestandteil zahlreicher wissenschaftlicher Vorhaben, vor allem in den Bio- und Geowissenschaften und der Archäologie, aber auch in den Ingenieurwissenschaften sowie der Medienarbeit. Zum Abschluss des informationsreichen Tages werden die Teilnehmer des Symposiums zu einem Tauchgang mit dem größten Raubtier der Erde entführt. Die aktiven Taucher Andrea und Winfried Steffen berichten über ihre Forschungsarbeiten und Begegnungen mit Pottwalen. Außerdem haben die Symposiumsteilnehmer die Möglichkeit, die Druckkammer vor Ort zu besichtigen.

    Grenzüberschreitender Dialog zum Wohle des Patienten

    Aufgrund der Lage Freiburgs im Dreiländereck spricht das Symposium auch Ärzte aus dem Elsass und der Nordschweiz an, um den Wissenstransfer und die Zusammenarbeit zu verstärken. So werden alle Referate auch in französischer Sprache dokumentiert. Professor Dr. Dr. h.c. Roland Laszig freut sich über diese gemeinsame Veranstaltung: „Das Universitätsklinikum muss sich nach außen öffnen und den Kontakt mit anderen Medizinern pflegen. Dabei sind Frankreich und die Schweiz aufgrund der Grenznähe mit einzubeziehen. Klinik und Ärzte verstehen sich nicht als Konkurrenten in der Gunst der Patienten, sondern helfen gemeinsam optimal dem Taucher.“ Ein praktisches Beispiel hierfür kann das Druckkammerzentrum Freiburg schon jetzt vorweisen. „Gemeinsam haben Kollegen aus Baden-Württemberg und dem Elsass dieses Jahr einen zweisprachigen Tauchunfall-Fragebogen entwickelt. Egal auf welcher Seite des Rheins der Unfall passierte und notärztlich versorgt wurde, der Tauchunfall ist für den weiter behandelnden Arzt am Heimatort bestens dokumentiert“, so Dr. Hellmuth Sümmerer, leitender Arzt am Druckkammerzentrum Freiburg.

    Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Die Landesärztekammer Baden-Württemberg bewilligte 9 Fortbildungspunkte. Es werden voraussichtlich 6 Stunden für Tauchlehrer und Übungsleiter anerkannt.

    Anmeldungen sind erwünscht bis zum 3. November 2008 bei:
    Frau Christine Herlitschke, Univ.-HNO-Klinik Freiburg:  +49 (0) 761/270-4212
    eMail: herlitschke@hno.ukl.uni-freiburg.de

    Ausführliche Informationen zum Programm und zu den Referenten finden sich im Internet unter:
    http://www.hbo-freiburg.de/druckkammerzentrum/index.php?option=com_conte...

    Medienvertreter, die an der Veranstaltung teilnehmen möchten oder am Abschlussbericht zur Veranstaltung interessiert sind, melden sich bitte bei
    Barbara Kunkel, textwerk Berlin,  +49 (0) 30-6951 77 73, Fax +49 (0) 30-6951 77 74, mobil +49 (0) 160-841 8411 an.

    Ansprechpartner bei Rückfragen der Redaktion:

    Prof. Dr. med. Gerd J. Ridder
    Geschäftsführender Oberarzt
    Univ.-HNO-Klinik
    Killianstr. 5
    79106 Freiburg
     +49 (0 )761/270-4201
    Fax:+49 (0)761/270-4111
    eMail: ridder@hno.ukl.uni-freiburg.de

    Dr. med. Hellmuth Sümmerer
    Druckkammerzentrum Freiburg GmbH
    Am St. Josefskrankenhaus - Ärztehaus
    Habsburgerstr. 116, 79104 Freiburg
    Telefon: +49 (0)761/38 20 18
    Fax: +49 (0)761/38 20 19

    Heilen mit Sauerstoff - 12 Jahre HBO in Freiburg
    HBO: Hyperbare Sauerstofftherapie = hyperbaric oxygenation
    OHB: L'oxygénothérapie hyperbare

    Über HBO: Neben ihrem Einsatz in der Tauchmedizin ist die Überdruckmedizin eine ideale Ergänzungstherapie, vermag sie doch regenerative Fähigkeiten im menschlichen Körper auszulösen. Durch das Einatmen von Sauerstoff unter Überdruck wird dieser um ein Mehrfaches gelöst. Der hohe Sauerstoff-Partialdruck führt zu einer Reihe positiver Auswirkungen auf das Gewebe und die Kapillaren, wie z.B. der Regeneration von Sinnes- oder Knochenzellen oder Gewebe. Die Therapie kann auch dann noch mit Erfolg eingesetzt werden, wenn Standard-Behandlungen unbefriedigend verlaufen sind. Bevorzugte Einsatzgebiete sind Hörstörungen, wie akute Hörminderung mit und ohne Tinnitus, Schalltrauma, Wundheilungsstörungen, Knochenmarködemsyndrome an Knie, Schulter, Hüfte und Fußwurzel, späte Bestrahlungsfolgen an Kopf, Hals, Blase oder Darm nach Krebsbestrahlung, Facialisparese. Weitere Informationen im Internet unter: http://www.hbo-freiburg.de

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